Ontologisches Neutralitäts-Theorem: Substrate müssen vor Kausalität und Normen stehen
In einer neuen Veröffentlichung auf arXiv (2601.14271v1) wird ein entscheidendes Ergebnis für die Gestaltung moderner Datensysteme vorgestellt: Die Idee der ontologischen Neutralität ist grundsätzlich unvereinbar mit d…
- In einer neuen Veröffentlichung auf arXiv (2601.14271v1) wird ein entscheidendes Ergebnis für die Gestaltung moderner Datensysteme vorgestellt: Die Idee der ontologisch…
- Das bedeutet, dass ein neutrales Substrat nicht gleichzeitig kausal‑ oder deontisch‑orientierte Fakten enthalten darf, wenn es in unterschiedlichen rechtlichen, politisc…
- Der Autor zeigt, dass jede Ontologie, die kausale oder normative Schlussfolgerungen als ontologische Fakten festlegt, zwangsläufig zu Revisionen oder Widersprüchen führe…
In einer neuen Veröffentlichung auf arXiv (2601.14271v1) wird ein entscheidendes Ergebnis für die Gestaltung moderner Datensysteme vorgestellt: Die Idee der ontologischen Neutralität ist grundsätzlich unvereinbar mit der Aufnahme von kausalen oder normativen Verpflichtungen in die Grundebene einer Ontologie. Das bedeutet, dass ein neutrales Substrat nicht gleichzeitig kausal‑ oder deontisch‑orientierte Fakten enthalten darf, wenn es in unterschiedlichen rechtlichen, politischen oder analytischen Rahmenwerken stabil bleiben soll.
Der Autor zeigt, dass jede Ontologie, die kausale oder normative Schlussfolgerungen als ontologische Fakten festlegt, zwangsläufig zu Revisionen oder Widersprüchen führen muss, sobald sie in einem heterogenen Interpretationsumfeld eingesetzt wird. Daraus folgt die klare Forderung: Neutrale ontologische Substrate müssen „pre‑causal“ und „pre‑normativ“ sein. Sie beschränken sich auf die Darstellung von Entitäten sowie deren Identitäts‑ und Persistenzbedingungen, während Interpretation, Bewertung und Erklärung explizit außen vor bleiben.
Wichtig ist, dass die Arbeit keine konkrete Ontologie oder ein Protokoll vorschlägt. Stattdessen liefert sie die notwendigen Design‑Beschränkungen, die jedes System erfüllen muss, das eine gemeinsame, stabile Repräsentation der Realität über widersprüchliche Interpretationsrahmen hinweg gewährleisten will. Diese Erkenntnisse sind ein wesentlicher Leitfaden für Entwickler und Forscher, die robuste, neutrale Datenmodelle für komplexe, interdisziplinäre Anwendungen konzipieren.
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