Roboter ohne Theory of Mind: Koordination statt Innenleben
Die Theorie des Geistes (Theory of Mind, ToM) gilt seit Jahren als Schlüsselmodell für soziale Interaktion in der Robotik. Sie besagt, dass ein Roboter menschliches Verhalten erklären und vorhersagen kann, indem er verb…
- Die Theorie des Geistes (Theory of Mind, ToM) gilt seit Jahren als Schlüsselmodell für soziale Interaktion in der Robotik.
- Sie besagt, dass ein Roboter menschliches Verhalten erklären und vorhersagen kann, indem er verborgene mentale Zustände abliest.
- Doch die drei zentralen Annahmen von ToM – dass Bedeutung von inneren Zuständen zu beobachtbarem Verhalten fließt, dass Verständnis durch distanzierte Inferenz entsteht…
Die Theorie des Geistes (Theory of Mind, ToM) gilt seit Jahren als Schlüsselmodell für soziale Interaktion in der Robotik. Sie besagt, dass ein Roboter menschliches Verhalten erklären und vorhersagen kann, indem er verborgene mentale Zustände abliest. Doch die drei zentralen Annahmen von ToM – dass Bedeutung von inneren Zuständen zu beobachtbarem Verhalten fließt, dass Verständnis durch distanzierte Inferenz entsteht und dass das Verhalten eine feste, passiv beobachtbare Bedeutung hat – spiegeln nicht wider, wie soziale Interaktion tatsächlich abläuft.
Stattdessen zeigen Ansätze aus Ethnomethodologie, Gesprächsanalyse und partizipativer Sinnstiftung, dass soziale Bedeutung nicht aus dem Verhalten herausgelesen, sondern in Echtzeit durch die koordinierte Interaktion von Agenten erzeugt wird. Diese Erkenntnis legt nahe, dass Roboter nicht mehr auf interne Zustandsmodelle angewiesen sein sollten, sondern vielmehr auf Strategien, die eine kontinuierliche Koordination ermöglichen.
Die Konsequenzen für die Robotik sind weitreichend: Der Fokus verschiebt sich von passiver Beobachtung und Inferenz hin zu aktiver Teilnahme. Robotermodelle sollten so gestaltet werden, dass sie nicht nur Verhalten interpretieren, sondern gemeinsam mit Menschen in einem dynamischen Austausch Bedeutung schaffen. Auf diese Weise wird die „Bedeutung“ eines Verhaltens nicht als feststehende Information, sondern als potenzielles Ergebnis stabilisierter Reaktionen verstanden.
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