KI-Highlights des 12. Dez.: Skills, Zero‑Day, GPT‑5.2 und mehr
Einleitung
Der 12. Dezember 2025 war ein ereignisreicher Tag für die KI‑Community. OpenAI hat seine Produktpalette um die neue Skills‑Funktion erweitert, während Microsoft ein kritisches Zero‑Day‑Exploit in RasMan patcht. Gleichzeitig liefern erste Tests zu GPT‑5.2 gemischte Ergebnisse, und ein internationales Forschungsteam präsentiert einen KI‑Co‑Pilot für bionische Prothesen. Währenddessen diskutiert AMD‑CEO Lisa Su die aktuelle Konkurrenzsituation, und der ehemalige Präsident Donald Trump blockiert neue KI‑Regulierungen. Diese Entwicklungen zeigen, wie dynamisch das Feld bleibt – von Produktinnovation über Sicherheit bis hin zu gesellschaftlichen Debatten.
OpenAI setzt neue Maßstäbe: Skills, Selbstverbesserung und GPT‑5.2
OpenAI hat die Skills‑Funktion in ChatGPT und die Codex CLI integriert, sodass Nutzer spezialisierte Aufgaben wie Datenbankabfragen, Web‑Scraping oder API‑Calls direkt aus dem Chat heraus ausführen können. Diese Erweiterung macht die KI nicht nur interaktiver, sondern auch produktiver, da sie sich nahtlos in bestehende Workflows einbinden lässt. Parallel dazu nutzt OpenAI die neueste GPT‑5‑Codex‑Version, um das Tool selbst zu verbessern – ein selbstlernender Prozess, bei dem Codex Code generiert, testet und optimiert, bevor er in die nächste Generation einfließt. Diese Meta‑Learning‑Strategie könnte die Entwicklungszyklen von KI‑Modellen drastisch verkürzen.
Die erste öffentliche Testreihe von GPT‑5.2 liefert jedoch gemischte Ergebnisse. In einer Reihe von zehn Text‑ und vier Bildaufgaben übertrifft GPT‑5.2 GPT‑5.1 nur knapp, während die Konsistenz und das Verständnis komplexer Anweisungen noch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Für OpenAI bedeutet das, dass die nächsten Updates noch stärker auf Robustheit und Fehlertoleranz abzielen müssen, bevor das Modell in kostenpflichtigen Abonnements integriert wird.
Sicherheit im Fokus: Microsoft RasMan Zero‑Day und politische Reaktionen
Microsoft hat einen bislang unentdeckten Exploit im Windows Remote Access Connection Manager (RasMan) entdeckt, der es Angreifern ermöglicht, sich mit minimalen Rechten aus der Ferne zu kompromittieren. Der Exploit, der in der Wildnis bereits ausgenutzt wurde, erhielt ein inoffizielles Patch, das die Sicherheitslücke schließt. Die schnelle Reaktion von Microsoft unterstreicht die Bedeutung von proaktiven Sicherheitsmaßnahmen in der KI‑infrastrukturausbau, insbesondere wenn KI‑Modelle zunehmend auf entfernten Servern laufen.
Gleichzeitig hat der ehemalige Präsident Donald Trump ein Gesetzespaket blockiert, das KI‑Regulierungen voranbringen sollte. Er argumentiert, dass die vorgeschlagenen Regelungen die Innovationskraft der Industrie bremsen und ideologische Vorurteile fördern könnten. Dieser Schritt hat die Debatte über die Balance zwischen Regulierung und freier Forschung neu entfacht und könnte die politische Landschaft für KI-Entwickler in den kommenden Monaten prägen.
Neue Anwendungen und Marktbewegungen
Ein internationales Forschungsteam hat einen KI‑Co‑Pilot für bionische Prothesenhandsysteme vorgestellt, der in Echtzeit Bewegungen analysiert und die Handsteuerung optimiert. Die Technologie nutzt neuronale Netzwerke, um sensorische Daten zu interpretieren und dem Benutzer ein natürliches Greifen zu ermöglichen. Diese Fortschritte markieren einen bedeutenden Schritt in der Rehabilitationstechnik und könnten die Lebensqualität von Prothesenträgern erheblich verbessern.
In der Entwickler‑Community sorgt ein Tutorial für Aufsehen, das zeigt, wie man eine lokale Storytelling‑Pipeline mit Griptape, Hugging Face und modularer Steuerung aufbauen kann. Das System ist komplett API‑frei und ermöglicht es, Inhalte ohne Cloud‑Abhängigkeit zu generieren – ein wichtiger Trend für Datenschutz‑bewusste Anwendungen. Gleichzeitig betont AMD‑CEO Lisa Su, dass die Konkurrenz zwar präsent ist, aber ihr Unternehmen nicht aus der Ruhe bringt. Sie sieht die aktuelle Markt‑Dynamik als Chance, die eigene Position durch Innovation und Qualität zu stärken.
Unsere Einschätzung
OpenAI’s Skills‑Integration und die selbstverbessernde Codex‑Strategie sind wegweisend, könnten aber durch die gemischten GPT‑5.2‑Ergebnisse vorübergehend gehemmt werden. Die schnelle Reaktion von Microsoft auf den RasMan‑Zero‑Day zeigt, dass Sicherheitslücken in KI‑infrastrukturen weiterhin ein kritischer Risikofaktor bleiben. Politisch könnte Trumps Blockade die Einführung von KI‑Regulierungen verzögern, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt: Unternehmen erhalten mehr Spielraum, aber auch die Verantwortung, ethische Standards selbst zu setzen. Die Fortschritte im bionischen Prothesen‑Co‑Pilot und die lokale Storytelling‑Pipeline demonstrieren, dass KI nicht nur in der Cloud, sondern auch in spezialisierten, datenschutzfreundlichen Umgebungen wächst