GNSS-Jammer im Blick: Inertialbasierte Multiantenna-Lösung dynamische Szenarien

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Jammer, die Signale des globalen Navigationssatellitensystems (GNSS) stören, stellen eine ernsthafte Bedrohung dar, weil sie die Zuverlässigkeit präziser Positionsbestimmungen gefährden. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, ist die schnelle Erkennung und Lokalisierung solcher Störsender unverzichtbar.

In der vorliegenden Studie wird ein zweifach gepatchtes Antennensystem – das Software‑Defined‑Radio‑Gerät Ettus USRP X440 – eingesetzt, um aus Inphase‑ und Quadratur‑ (IQ) Proben die Richtung, Höhe und Entfernung des Jammers zu bestimmen. Durch die Anbringung eines Inertialmessgeräts (IMU) an das Antennensystem kann die relative Bewegung der Antenne in dynamischen Szenarien vorhergesagt werden.

Ein weiteres Highlight ist die Entwicklung eines synthetischen Apertur‑Systems, das die Plattformbewegung nutzt, um virtuelle, größere Aperturen zu erzeugen. Dadurch wird eine überlegene Winkelauflösung erreicht, ohne dass die Antennen mechanisch gedreht werden müssen.

Während klassische AoA‑Methoden in Mehrwegeumgebungen an Genauigkeit verlieren, weil Reflexionen und Streuungen die Messungen verfälschen, kombiniert die Arbeit IQ‑Daten, FFT‑Spektrogramme und 22 AoA‑Merkmale mit der vorhergesagten Relativbewegung. Diese Fusion verbessert die Richtungsbestimmung von GNSS‑Jammern deutlich.

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