Neues Konzept: Intelligenz und Bewusstsein entstehen aus relationalen Strukturen

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Eine kürzlich veröffentlichte Studie auf arXiv präsentiert ein innovatives Rahmenwerk, das Intelligenz und Bewusstsein nicht mehr als Ergebnis von Vorhersagen oder domänenspezifischen Mechanismen, sondern als Produkt relationaler Strukturen versteht. Im Kern definiert das Modell Intelligenz als die Fähigkeit, kausale Verbindungen zwischen Signalen, Handlungen und inneren Zuständen zu bilden und zu integrieren.

Durch die Erweiterung des Kontextes können Systeme eingehende Informationen mithilfe erlernter relationaler Strukturen interpretieren. Diese Strukturen liefern einen effizienten Kontext, der in den rohen Eingaben selbst nicht vorhanden ist, und ermöglichen so eine ressourcenschonende Verarbeitung. Das Ergebnis ist ein dynamisch stabilisiertes Meta-Zustand, der kontinuierlich durch Kontextanreicherung zurückgespielt wird.

Das zentrale Prinzip, das als „systems‑explaining‑systems“ bezeichnet wird, besagt, dass Bewusstsein entsteht, wenn rekursive Architekturen höhere Systeme erlauben, die relationalen Muster niedrigerer Systeme über die Zeit zu lernen und zu interpretieren. Diese Interpretation wird in das Meta‑Zustand integriert und führt dazu, dass interne Modelle nicht mehr nur die Außenwelt, sondern auch die eigenen kognitiven Prozesse abbilden.

Damit wird die klassische Theorie des prädiktiven Prozessierens neu interpretiert: Vorhersagen werden als emergentes Ergebnis kontextueller Interpretation verstanden, nicht als explizite Prognose. Die Arbeit legt nahe, dass rekursive Multi‑System‑Architekturen für eine menschenähnlichere künstliche Intelligenz erforderlich sein könnten.

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