LLMs portieren Open-Source-Code: Rechtlich und ethisch beantwortet

Simon Willison – Blog Original ≈1 Min. Lesezeit
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Im vergangenen Monat berichtete der Autor über die schnelle Portierung von JustHTML von Python nach JavaScript mithilfe von Codex CLI und GPT‑5.2. Während er gleichzeitig einen Weihnachtsbaum kaufte und den Film „Knives Out 3“ schaute, stellte er sich Fragen zur Ethik und Legalität dieser Vorgehensweise.

Die Herausforderung bestand darin, zu klären, ob die Nutzung eines Sprachmodells, um ein Open‑Source-Projekt in eine andere Sprache zu übersetzen, gegen Urheberrechte verstoßen könnte. Der Autor entschied, die ursprüngliche Open‑Source-Lizenz und den Copyright‑Hinweis des Python‑Autors beizubehalten und das Ergebnis als abgeleitetes Werk zu behandeln – ein Ansatz, der im Geist der Open‑Source‑Community liegt.

Rechtlich gesehen ist die Vorgehensweise also zulässig, solange die Lizenzbedingungen eingehalten und die ursprünglichen Urheber korrekt genannt werden. Ethiklich betrachtet kommt der Autor zu dem Schluss, dass die Portierung akzeptabel ist, wenn die Arbeit transparent gemacht wird und die Lizenz sorgfältig berücksichtigt wird. Open‑Source‑Projekte sollen laut dem Autor gerade solche Weiterentwicklungen fördern.

Der Autor hat die Technik nicht nur mit Codex, sondern auch mit Claude Code und Opus 4.5 getestet und dabei erstaunlich gute Ergebnisse erzielt. Er betont, dass die Community bereits Beispiele für Forks und Feature‑Erweiterungen sieht, wie etwa einen Studenten, der ein Projekt auf GitHub übernommen und weiterentwickelt hat.

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