Kognitive Verzerrungen in RL für Finanzentscheidungen
In einer aktuellen Studie wird untersucht, wie kognitive Verzerrungen – wie Übervertrauen und Verlustaversion – in Reinforcement‑Learning‑Modelle für den Finanzhandel integriert werden können. Ziel ist es, die menschliche Entscheidungsfindung besser abzubilden und dadurch riskieratio‑optimierte Renditen zu erzielen.
Die Forscher haben die klassischen RL‑Agenten so modifiziert, dass die Belohnungsstruktur und die Entscheidungslogik Verzerrungen widerspiegeln. Beispielsweise wird ein Agent, der übermäßig selbstsicher ist, häufiger Positionen eröffnen, während ein Verlustaverser Agent eher aus dem Markt aussteigt. Diese Anpassungen wurden sowohl in simulierten als auch in realen Handelsumgebungen getestet.
Obwohl die Ergebnisse nicht eindeutig positiv ausfielen, liefern die Experimente wertvolle Einblicke in die Komplexität, menschliche Bias in KI‑Systeme einzubetten. Die Studie zeigt, dass die Integration von psychologischen Faktoren zwar Herausforderungen mit sich bringt, aber auch wichtige Lehren für die Entwicklung robuster Finanz‑AI‑Modelle bietet.