Ein- oder Mehragentensysteme: Wie viele KI-Agenten sind nötig?
KI-Agenten finden in nahezu allen Branchen Anwendung – von der Kundenbetreuung bis zur Produktionssteuerung. Doch wie viele Agenten braucht ein wirklich agiles System? Die Antwort ist simpel: ein oder mehrere. Entscheidend ist, die passende Anzahl für die jeweilige Aufgabe zu wählen.
Ein einzelner Agent hat den Vorteil, dass er leicht zu entwickeln, zu testen und zu warten ist. Für klar definierte, lineare Prozesse – etwa das Auslesen von Daten aus einer Datenbank oder das Versenden von Standard-E-Mails – reicht ein einzelner Agent oft völlig aus. Er benötigt keine Koordination mit anderen Agenten und kann schnell einsatzbereit sein.
Mehrere Agenten kommen dann zum Einsatz, wenn Aufgaben komplexer, paralleler oder spezialisierter Natur sind. Ein Team von Agenten kann unterschiedliche Teilaufgaben übernehmen – zum Beispiel ein Agent sammelt Informationen, ein anderer analysiert sie, ein dritter trifft Entscheidungen und ein vierter kommuniziert mit dem Nutzer. Durch Aufgabenteilung und Parallelisierung lässt sich die Effizienz steigern, allerdings entsteht auch ein Koordinationsaufwand, der sorgfältig geplant werden muss.
Die entscheidende Frage lautet also nicht „Wie viele Agenten?“ sondern „Welches System passt am besten zu der Aufgabe?“ Ein gut abgestimmtes Agentensystem, egal ob ein- oder mehragentig, liefert die besten Ergebnisse, wenn die Agenten gezielt auf die Anforderungen abgestimmt sind.