Neue analytische Bijektionen revolutionieren glatte, interpretierbare Normalisierungsflüsse
Die Entwicklung von Normalisierungsflüssen steht vor einer zentralen Herausforderung: Wie kann man skalare Bijektionen schaffen, die gleichzeitig sehr ausdrucksstark, glatt und exakt invertierbar sind, während die Jacobianten handhabbar bleiben? Traditionelle Ansätze wie affine Transformationen sind zwar glatt und analytisch invertierbar, aber zu wenig flexibel. Monotonische Splines bieten lokale Kontrolle, sind jedoch nur stückweise glatt und auf beschränkte Domänen begrenzt. Residual‑Flows sind glatt, erfordern aber numerische Inversion.
In der neuen Studie werden drei analytische Bijektionen vorgestellt – cubic rational, sinh und cubic polynomial – die alle drei Kriterien erfüllen: Sie sind global glatt (C∞), gelten auf ganz ℝ und lassen sich analytisch invertieren. Dadurch kombinieren sie die Vorteile der bisherigen Methoden und können direkt in Coupling‑Flows eingesetzt werden, wobei sie die Leistung von Splines erreichen oder sogar übertreffen.
Darüber hinaus wird ein völlig neues Konzept namens Radial‑Flows präsentiert. Diese Architektur parametrisiert die Transformation direkt entlang des radialen Koordinatenwertes und lässt die Winkelrichtung unverändert. Radial‑Flows zeigen eine außergewöhnliche Trainingsstabilität, liefern geometrisch interpretierbare Transformationen und erreichen bei radialspezifischen Zielverteilungen eine vergleichbare Qualität wie Coupling‑Flows, jedoch mit 1000‑fach weniger Parametern.
Die Autoren evaluieren ihre Methoden umfassend an 1‑D- und 2‑D‑Benchmarks und demonstrieren die Skalierbarkeit auf hochdimensionale physikalische Probleme, etwa im φ⁴‑Lattice‑Field‑Theory‑Experiment. Dort übertreffen die neuen Bijektionen affine Baselines, ermöglichen problem‑spezifische Designs und lösen typische Probleme wie Modenkollaps.