PRISM nutzt Design‑Daten, um Stilverbesserungen automatisch zu optimieren
Mit PRISM (PRior‑Informed Stylistic Modification) wird die stilistische Gestaltung von Grafiken neu definiert. Das System lernt aus einer großen Sammlung echter Design‑Beispiele, um gezielt auf natürliche Sprachbefehle zu reagieren und Designs stilistisch zu verfeinern.
Der Ansatz löst ein häufiges Problem bei Vision‑Language‑Modellen (VLMs): Sie besitzen zwar ein breites Stilverständnis, aber dieses ist oft zu allgemein und passt nicht exakt zu den Anforderungen von Design‑Spezialisten. So verbinden VLMs Minimalismus häufig mit abstrakten Formen, während Designer mehr Wert auf konkrete Farb‑ und Formwahl legen.
PRISM arbeitet in drei klaren Schritten: Erst wird die Vielfalt der Designs durch Clustering in hochvarianten Gruppen unterteilt. Anschließend werden die wichtigsten Gestaltungsprinzipien jeder Gruppe zusammengefasst, sodass sie als handlungsrelevantes Wissen vorliegen. Beim Einsatz greift das System dieses Wissen ab und wendet es gezielt an, um die gewünschte stilistische Richtung zu erreichen.
Tests auf dem Crello‑Datensatz zeigen, dass PRISM mit einem durchschnittlichen Rang von 1,49 die höchste Ausrichtung an Stilvorstellungen erzielt – ein deutlich besseres Ergebnis als bei bisherigen Baselines. Ergänzende Nutzerstudien belegen, dass Designer PRISM konsequent bevorzugen, weil es ihre kreativen Vorgaben präziser umsetzt.