FastRender: Browser aus Agenten‑Schwärmen – Ein Blick hinter die Kulissen

Simon Willison – Blog Original ≈2 Min. Lesezeit
Anzeige

Cursor hat in der vergangenen Woche einen Artikel mit dem Titel „Scaling long‑running autonomous coding“ veröffentlicht, in dem die Forschung zu großen Agenten‑Swarms vorgestellt wird. Unter den erwähnten Projekten sticht FastRender hervor – ein komplett neu gebauter Webbrowser, der ausschließlich von Tausenden paralleler Agenten gesteuert wird.

Um mehr über die Hintergründe zu erfahren, habe ich Wilson Lin, den Entwickler hinter FastRender, zu einem Gespräch eingeladen. Das 47‑minütige Interview ist jetzt auf YouTube verfügbar und bietet einen tiefen Einblick in die Funktionsweise und die Vision des Projekts.

Im Video demonstriert Wilson, wie FastRender verschiedene Seiten lädt. Obwohl der JavaScript‑Engine noch nicht vollständig implementiert ist, können Seiten wie github.com/wilsonzlin/fastrender, Wikipedia und CNN angezeigt werden – allerdings etwas langsamer als bei etablierten Browsern. JavaScript wurde bewusst deaktiviert, indem ein Feature‑Flag gesetzt wurde.

Die Agenten haben entschieden, JavaScript zunächst auszuschalten, weil die Engine noch in der Entwicklung ist und die Ressourcen auf andere Kernbereiche konzentriert werden sollen. Diese Entscheidung wurde als technisches Feature‑Flag umgesetzt, sodass JavaScript später wieder aktiviert werden kann.

FastRender begann ursprünglich als persönliches Side‑Project von Wilson Lin im November, um die Fähigkeiten der neuesten Frontier‑Modelle wie Claude Opus 4.5, GPT‑5.1 und GPT‑5.2 zu testen. Ziel war es, zu prüfen, wie gut diese Modelle komplexe Aufgaben wie das Rendern eines Browsers bewältigen können.

Heute ist FastRender ein zentraler Bestandteil der Forschungsarbeit von Cursor. Mit fortschreitender Entwicklung werden weitere Funktionen, darunter eine voll funktionsfähige JavaScript‑Engine, integriert, um den Browser zu einem vollwertigen Produkt zu machen.

Ähnliche Artikel