Agentische Systeme: Neue Wege zur Verantwortlichkeit von KI
Agentische Systeme, die auf großen Sprachmodellen (LLMs) basieren, verändern die Art und Weise, wie KI autonome, zielgerichtete Handlungen ausführt. Durch mehrstufige Planung und die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Umgebungen zu interagieren, unterscheiden sie sich grundlegend von klassischen Machine‑Learning‑Modellen. Diese Unterschiede bringen neue Sicherheitsherausforderungen mit sich: Zielabweichungen, kumulative Entscheidungsfehler und Koordinationsrisiken zwischen Agenten erfordern, dass Interpretierbarkeit und Erklärbarkeit von Anfang an in die Systemarchitektur eingebettet werden.
Aktuelle Interpretationsmethoden, die ursprünglich für statische Modelle entwickelt wurden, stoßen bei agentischen Systemen an ihre Grenzen. Die zeitlichen Dynamiken, die sich aus aufeinanderfolgenden Entscheidungen ergeben, sowie kontextabhängige Verhaltensweisen verlangen nach völlig neuen Analyseansätzen. Das vorgestellte Papier untersucht, inwiefern bestehende Techniken für agentische Systeme geeignet sind, und hebt die Lücken auf, die sie bei der Aufschlüsselung von Agentenentscheidungen hinterlassen.
Darauf aufbauend skizziert die Arbeit zukunftsweisende Richtungen für Interpretationsmethoden, die speziell auf agentische Systeme zugeschnitten sind. Dabei wird betont, wo und wie Überwachungsmechanismen in den gesamten Lebenszyklus eines Agenten – von der Zielbildung über die Umweltinteraktion bis hin zur Ergebnisbewertung – integriert werden müssen. Solche Fortschritte sind entscheidend, um die sichere und verantwortungsvolle Einführung von agentischen KI‑Systemen zu gewährleisten.