LLM Data Auditor: Qualitäts- und Vertrauensmessung synthetischer Daten
Large Language Models (LLMs) haben sich zu leistungsstarken Werkzeugen entwickelt, die synthetische Daten in einer Vielzahl von Modalitäten erzeugen können. Durch die Umwandlung knapper Rohdaten in kontrollierbare Assets können LLMs die Engpässe, die durch die hohen Kosten echter Daten entstehen, deutlich reduzieren. Doch die Qualität dieser generierten Daten bleibt ein zentrales Problem, das bislang wenig Beachtung findet.
Die meisten Studien konzentrieren sich auf die Generierungsverfahren selbst und beschränken sich dabei häufig auf eine einzige Modalität. Dabei fehlt ein einheitlicher Blick auf die inhärenten Eigenschaften der Daten, die für Vertrauen und Einsatzbereitschaft entscheidend sind. Die neue Arbeit stellt das „LLM Data Auditor“-Framework vor, das diese Lücke schließen will.
Im Rahmen des Frameworks werden zunächst die Einsatzmöglichkeiten von LLMs zur Datengenerierung in sechs unterschiedlichen Modalitäten beschrieben. Anschließend werden intrinsische Messgrößen für Qualität und Vertrauenswürdigkeit systematisch kategorisiert. Dieser Ansatz verschiebt den Fokus von extrinsischen, auf Aufgabenleistung basierenden Bewertungen hin zu einer Analyse der eigentlichen Datenmerkmale.
Durch die Anwendung des Evaluationssystems auf repräsentative Generationstechniken jeder Modalität konnten die Autoren erhebliche Defizite in den aktuellen Bewertungspraktiken aufdecken. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden konkrete Empfehlungen ausgesprochen, wie die Community die Bewertung synthetischer Daten verbessern kann. Das Framework liefert zudem Leitlinien für die praktische Umsetzung von Qualitäts- und Vertrauensprüfungen in realen Anwendungsfällen.