Neue Erkenntnisse zu dunklen Variationen des Flow‑Zustands
In einer aktuellen Studie haben Psychologen neue Einblicke in die dunklen Seiten des Flow‑Zustands gewonnen. Flow, der als Zustand höchster Konzentration und Freude bei Tätigkeiten beschrieben wird, kann laut den Forschern durch subtile, aber wirkungsvolle Faktoren beeinträchtigt werden. Diese „sinisteren Variationen“ zeigen, dass selbst kleine Ablenkungen, negative Emotionen oder unzureichende Ressourcen die optimale Leistungsfähigkeit stark reduzieren können.
Die Untersuchung, die an einer Vielzahl von Probanden in unterschiedlichen Arbeitsumfeldern durchgeführt wurde, verdeutlicht, dass die Qualität des Flow stark von der Umgebung, der emotionalen Stimmung und der wahrgenommenen Kontrolle abhängt. Besonders auffällig war, dass Personen, die sich in einem Umfeld mit hoher Erwartungsdruck oder ständiger Unterbrechung befanden, häufiger von Flow‑Unterbrechungen betroffen waren.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen und Bildungseinrichtungen gezielte Maßnahmen ergreifen sollten, um die Bedingungen für einen stabilen Flow zu schaffen. Dazu gehören klare Zielsetzungen, regelmäßige Pausen, ein unterstützendes Umfeld und die Förderung von Selbstwirksamkeit. Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren können negative Variationen des Flow-Zustands minimiert und die Produktivität sowie das Wohlbefinden nachhaltig gesteigert werden.