<strong>Bayesscher Ansatz stärkt algorithmisches Trading gegen Marktveränderungen</strong>
Algorithmische Handelsstrategien setzen stark auf maschinelles Lernen, doch ihre hohe Trefferquote im Trainingsdatensatz lässt oft zu, wenn sich die Marktbedingungen plötzlich ändern. Solche Regimewechsel entstehen durch makroökonomische Schocks, neue geldpolitische Entscheidungen oder unerwartete Verhaltensänderungen der Marktteilnehmer.
Die Forschung identifiziert zwei Hauptprobleme: Erstens fehlt den bestehenden Modellen eine echte Robustheit gegenüber Unsicherheiten in den Marktbewegungen. Zweitens gibt es keine realitätsnahe und vielfältige Simulationsumgebung, die die Modelle auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet, was zu Overfitting führt.
Zur Lösung dieser Herausforderungen wird ein bayesscher Robust-Framework vorgestellt. Auf der Datenseite nutzt er einen GAN-basierten Generator, der makroökonomische Indikatoren als Steuergrößen einsetzt und damit synthetische Marktdaten erzeugt, die zeitliche, instrumentübergreifende und makroökonomische Korrelationen realistisch abbilden. Auf der Policy-Seite wird der Handelsprozess als zweipersoniges Nullsummenspiel in einem bayesschen Markov-Spiel modelliert. Ein adversarischer Agent verändert die makroökonomischen Eingaben im Generator, während der Handelsagent, unterstützt durch ein Quantil-Belief-Netzwerk, seine Überzeugung über verborgene Marktzustände kontinuierlich aktualisiert.
Der Handelsagent strebt ein Robust Perfect Bayesian Equilibrium an, das durch Bayesian Neural Fictitious Self‑Play erreicht wird. Erste Tests zeigen, dass dieser Ansatz die Handelsstrategien deutlich widerstandsfähiger gegen Marktveränderungen macht und damit das Potenzial hat, die Zuverlässigkeit von algorithmischem Trading in der Praxis zu erhöhen.