Modulare Souveränität: Zertifizierte Zustandsintegrität in CPS

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Die jüngste Veröffentlichung auf arXiv beleuchtet ein zentrales Problem in der Anwendung von universellen Machine‑Learning‑Modellen für Zeitreihen und physikalische Dynamik in sicherheitskritischen Cyber‑Physical Systems (CPS). Trotz beeindruckender Fortschritte bei Foundation‑Modellen bleiben Herausforderungen bestehen, wenn diese monolithischen Systeme in Lebenszyklus‑intensiven, nicht‑stationären Umgebungen eingesetzt werden.

Ein Hauptproblem ist das sogenannte „catastrophic forgetting“: Beim Feintuning von Zeitreihen‑Modellen verlieren sie ihre Leistung in zuvor gut erlernten Regimen. Zusätzlich zeigen Standardmodelle einen anhaltenden spektralen Bias, der hochfrequente Diskontinuitäten – typische Anzeichen von Fehlfunktionen – glättet. Diese Eigenschaften erschweren die formale Verifikation und Nachvollziehbarkeit, die für Sicherheitsstandards wie ISO 26262 oder IEC 61508 erforderlich sind.

Das Positionspapier schlägt daher ein neues Paradigma vor: die „Modulare Souveränität“. Hierbei wird eine Bibliothek kompakter, eingefrorener Spezialisten für spezifische Regime aufgebaut, die über eine Unsicherheits‑bewusste Mischung – das HYDRA‑System – zusammengeführt werden. Dieses Vorgehen gewährleistet regimenspezifische Gültigkeit, trennt klar zwischen zufälliger und systemischer Unsicherheit und ermöglicht eine modulare Auditierbarkeit.

Durch die Kombination von Regime‑abhängiger Validität, präziser Unsicherheitsanalyse und modularer Nachvollziehbarkeit bietet die Modular‑Souveränität einen zertifizierbaren Pfad zur robusten Zustandsintegrität über den gesamten Lebenszyklus von CPS. Diese Innovation könnte die Grundlage für die nächste Generation sicherer, lernfähiger Systeme bilden.

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