Vibe AIGC: Neues Paradigma für KI-gestützte Inhaltserstellung
Seit über zehn Jahren dominiert bei generativer KI ein modellzentrierter Ansatz, der vor allem auf Skalierungsgesetzen basiert. Trotz beeindruckender Fortschritte in der visuellen Qualität stößt dieses Modellmodell an eine „Usability‑Ceiling“, die sich in der sogenannten Intent‑Execution‑Gap äußert: die Kluft zwischen dem kreativen Intention eines Nutzers und der stochastischen, schwarzen Box-Natur aktueller Einmalmodelle.
In der vorliegenden Arbeit wird das Konzept Vibe AIGC vorgestellt – ein neues Paradigma, das die Inhaltserstellung durch agentische Orchestrierung neu definiert. Hierbei wird der Nutzer nicht mehr nur als Prompt-Engineer gesehen, sondern als „Commander“, der einen „Vibe“ liefert: eine hochrangige Darstellung, die ästhetische Präferenzen, funktionale Logik und weitere Vorgaben umfasst.
Ein zentraler Meta‑Planner übernimmt die Rolle des Systemarchitekten. Er zerlegt den Vibe in ausführbare, überprüfbare und adaptive Agenten-Pipelines. Durch den Wechsel von stochastischer Inferenz zu logischer Orchestrierung schließt Vibe AIGC die Kluft zwischen menschlicher Vorstellungskraft und maschineller Umsetzung.
Die Autoren betonen, dass dieser Ansatz die mensch‑KI‑Kooperation grundlegend verändern wird. KI wird von einem fragilen Inferenzmotor zu einem robusten, systemischen Engineering‑Partner transformiert, der die Demokratisierung komplexer, langfristiger digitaler Assets ermöglicht.