Neuer Ansatz: Maschinelles Lernen als verlustbehaftete Kompression
Ein neues arXiv‑Veröffentlichungsdokument präsentiert einen innovativen, informationstheoretischen Blick auf die Generalisierung von Lernalgorithmen. Dabei wird das klassische Lernproblem als Prozess der verlustbehafteten Kompression interpretiert und mit der Technik der endlichen Blocklänge analysiert.
Im Modell entspricht die Stichprobenziehung aus dem Trainingsdatensatz dem Kodieren, während die Konstruktion des Modells dem Dekodieren gleichkommt. Durch die Anwendung der endlichen Blocklängen‑Analyse werden unter dem Vorbehalt eines festgelegten, zufälligen Lernalgorithmus und seiner optimalen Stichprobenstrategie neue Untergrenzen für die Stichprobenkomplexität sowie für den Generalisierungsfehler abgeleitet.
Die abgeleiteten Grenzen trennen klar die Überanpassung des Lernalgorithmus von der Diskrepanz zwischen dessen induktivem Bias und der eigentlichen Aufgabe. Diese Trennung verschafft einen deutlichen Vorteil gegenüber bestehenden Rahmenwerken. Zusätzlich wird die Überanpassungskomponente in theoretische Verbindungen zu bereits bekannten Metriken aus Informationstheoretik und Stabilitätstheorie zerlegt, wodurch die verschiedenen Perspektiven unter einem einheitlichen Ansatz zusammengeführt werden.