Microsoft präsentiert OrbitalBrain: KI‑Lernen im Weltraum mit Satellitenverbindungen

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Die Beobachtung der Erde aus dem All liefert täglich enorme Mengen hochauflösender Bilder. Trotz dieser Fülle erreichen die meisten Aufnahmen kaum noch die Bodenstationen rechtzeitig, um sie für das Training von KI‑Modellen zu nutzen. Der Engpass liegt vor allem im Downlink‑Bandbreiten‑Mangel, sodass Bilder oft Tage lang im Orbit verweilen, während die Modelle an fragmentierten und verzögerten Daten arbeiten.

Um dieses Problem zu lösen, haben Microsoft‑Forscher das neue Framework OrbitalBrain vorgestellt. Das System nutzt Inter‑Satelliten‑Links, um Daten direkt zwischen den Raumfahrzeugen auszutauschen, und optimiert die Ressourcennutzung unter Berücksichtigung der spezifischen Konstellationsstruktur. Dadurch können Machine‑Learning‑Algorithmen bereits im Orbit ausgeführt werden, ohne auf die Bodenstationen angewiesen zu sein.

OrbitalBrain ermöglicht eine verteilte KI‑Laufzeit im Weltraum, die sowohl die Bandbreite effizient nutzt als auch die Latenz reduziert. Durch die intelligente Allokation von Rechenleistung und Speicher innerhalb der Satellitenkonstellation können Modelle schneller und genauer trainiert werden, was die Analyse von Erdbeobachtungsdaten revolutioniert.

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