ONTrust: Neue Referenzontologie für Vertrauen in KI und Blockchain
Vertrauen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, vor allem durch die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz und die Einführung dezentraler Technologien wie Blockchain. Diese Innovationen eröffnen neue Formen von Vertrauen, die sowohl die Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen als auch das individuelle und kollektive Wohlbefinden verbessern können. Doch ohne ein gemeinsames Verständnis von Vertrauen bleibt die breite Akzeptanz dieser Technologien begrenzt.
Um vertrauenswürdige Systeme zu schaffen, ist es entscheidend, Vertrauen konsequent zu definieren und zu modellieren. Das neue Forschungsprojekt ONTrust liefert dafür eine solide ontologische Basis. Die Referenzontologie basiert auf der Unified Foundational Ontology und wird in OntoUML spezifiziert, einer Sprache, die speziell für die Modellierung von Unternehmensarchitekturen und semantischer Interoperabilität entwickelt wurde.
ONTrust wurde bereits in mehreren Praxisprojekten eingesetzt. Dabei zeigte es seine Vielseitigkeit in Bereichen wie konzeptuellem Modellieren, Unternehmensarchitektur, Sprachbewertung, Vertrauensmanagement, Anforderungsengineering und vertrauenswürdiger KI, insbesondere im Kontext von affektiven Human‑AI‑Teams. Die Ontologie liefert eine formale Charakterisierung des Vertrauensbegriffs, die sowohl für Menschen als auch für Maschinen verständlich ist.
Durch die Bereitstellung eines gemeinsamen, klar definierten Modells schafft ONTrust die Grundlage für automatisiertes Reasoning, Datenintegration und semantische Interoperabilität. Damit wird die Grundlage gelegt, um neue vertrauenswürdige Anwendungen sicher und effizient zu entwickeln und gleichzeitig regulatorische und Governance-Anforderungen zu erfüllen.