CERN schickt KI-gesteuerte Roboter-Mäuse durch LHC-Strahlungsschlauch
Mit einer bahnbrechenden Kombination aus Robotik und künstlicher Intelligenz hat CERN zusammen mit der UK Atomic Energy Authority (UKAEA) einen winzigen, KI-gesteuerten Roboter entwickelt, der sich nun durch die 27‑Kilometer langen Vakuumröhren des Large Hadron Collider (LHC) bewegt. Der „Mäuse‑Roboter“ ist so klein, dass er selbst die engsten Bereiche des Teilchendetektors erreichen kann, die für Menschen unzugänglich sind.
Der Hauptzweck des Roboters ist die Inspektion von RF‑Kontakten, die im Laufe der Zeit verformt oder beschädigt werden können. Diese Kontakte sind entscheidend für die Stabilität und Leistung des LHC, und ihre frühzeitige Erkennung verhindert potenzielle Ausfälle oder längere Stillstände. Durch die KI‑gestützte Navigation kann der Roboter präzise und autonom die komplexen Strukturen der Röhre erkunden.
Die Entwicklung des Roboters markiert einen wichtigen Fortschritt in der Instandhaltung von Hochenergiephysik‑Anlagen. Während herkömmliche Inspektionen zeitaufwendig und riskant sind, ermöglicht die KI‑unterstützte Lösung eine schnellere, sicherere und kosteneffizientere Wartung. CERN und UKAEA planen, die Technologie künftig in weiteren Bereichen der Teilchenphysik einzusetzen, um die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit ihrer Instrumente weiter zu erhöhen.