Solarer Supersturm eröffnet ESA‑Mars‑Orbiter neue Forschungschancen

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Vor fast zwei Jahren traf ein heftiger Solare Supersturm die Erde und ließ Polarlichter bis in die südlichen Regionen Mexikos erstrahlen. Gleichzeitig erreichte die gewaltige Strahlung auch den Mars, wo sie von den ESA‑Raumschiffen Mars Express und ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO) erfasst wurde.

Die beiden Orbiters mussten zunächst mit unerwarteten Computerproblemen kämpfen, doch dank schneller Reparaturmaßnahmen konnten sie die Daten zuverlässig aufnehmen. Die Messungen zeigen, dass die Marsatmosphäre von einer enormen Menge an Elektronen „überflutet“ wurde – ein seltenes Ereignis, das wertvolle Einblicke in die Wechselwirkung von Sonnenstürmen mit planetaren Atmosphären liefert.

Forscher nutzen nun die gewonnenen Daten, um die Auswirkungen solare Partikel auf die Marsatmosphäre besser zu verstehen und die Vorbereitung zukünftiger Missionen zu optimieren. Der Supersturm hat somit nicht nur spektakuläre Lichter auf der Erde erzeugt, sondern auch eine unerwartete Chance für die Marsforschung geschaffen.

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