K-Gen: Sprachmodell für interpretierbare Trajektorien in autonomen Fahrsimulation
In der autonomen Fahrsimulation steht die Erzeugung realistischer und vielfältiger Fahrtrajektorien im Fokus. K-Gen, ein multimodales Sprachmodell, löst dieses Problem, indem es Schlüsselpunkte generiert, die nicht nur die Bewegung eines Fahrzeugs beschreiben, sondern auch die dahinterliegende Intention des Agenten offenlegen.
Traditionelle Ansätze nutzen häufig strukturierte Daten wie Vektorkarten, um Trajektorien vorherzusagen. Diese Methode vernachlässigt jedoch die reichhaltige, unstrukturierte visuelle Umgebung, die für ein glaubwürdiges Fahrszenario entscheidend ist. K-Gen kombiniert rasterisierte Bird‑Eye‑View‑Karten mit textueller Szenenbeschreibung und nutzt Multimodal Large Language Models (MLLMs), um ein umfassenderes Bild zu erzeugen.
Anstatt komplette Trajektorien direkt vorherzusagen, erstellt K-Gen interpretierbare Schlüsselpunkte und liefert dazu eine erklärende Begründung, die die Absichten des Fahrzeugs widerspiegelt. Ein anschließendes Verfeinerungsmodul wandelt diese Punkte in präzise Fahrtrajektorien um. Durch die Anwendung des T‑DAPO‑Algorithmus, einem Trajektorien‑bewussten Reinforcement‑Learning‑Fine‑Tuning, werden die Schlüsselpunktgenerierung und die Trajektorienqualität weiter verbessert.
Experimentelle Ergebnisse auf den Datensätzen WOMD und nuPlan zeigen, dass K-Gen bestehende Baselines übertrifft. Die Kombination aus multimodaler Logik und Schlüsselpunkt‑gesteuerter Trajektorienerzeugung demonstriert damit die Wirksamkeit eines interpretierten Ansatzes für die autonome Fahrsimulation.