Agentmandering: Spieltheoretisches Modell für faire Wahlkreisbildung
Wahlkreisbildung entscheidet maßgeblich, wie Stimmen in politische Macht übersetzt werden. Traditionelle Computerverfahren erzeugen zwar viele rechtlich zulässige Karten, vernachlässigen jedoch die strategischen Dynamiken, die bei der Auswahl entstehen. Dadurch können parteiische Akteure Karten auswählen, die zwar formal korrekt, aber politisch vorteilhaft sind. Agentmandering löst dieses Problem, indem es die Redistricting‑Prozess als rundenbasiertes Verhandlungsspiel zwischen zwei Agenten gestaltet, die jeweils gegensätzliche politische Interessen vertreten.