Neues Modell SANC(E3) erklärt, wie Intelligenz selbstorganisierte Konzepte bildet

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Ein neues Forschungsmodell namens SANC(E3) liefert einen klaren, axiomatisierten Ansatz dafür, wie allgemeine Intelligenz ihre internen Strukturen aus Erfahrung bildet. Im Gegensatz zu bisherigen Systemen, die auf vorgegebenen Bausteinen wie Tokens, Pixeln oder vordefinierten Sensorkanälen beruhen, entsteht bei SANC(E3) die Repräsentation selbst durch einen Prozess der Konkurrenz, Rekonstruktion und Kompression unter begrenzter Aktivierungskapazität.

Die Theorie basiert auf fünf Kernaxiomen: begrenzte Kapazität, Assoziation aus gleichzeitigen Ereignissen, Konkurrenz basierend auf Ähnlichkeit, Stabilisierung durch Vertrauen und ein Gleichgewicht zwischen Rekonstruktion, Kompression und Aktualisierung. Durch diese Prinzipien entstehen stabile, selbstorganisierte Tokens, die sowohl systemintern als auch sensorisch verarbeitet werden können.

Ein besonderes Merkmal ist die pseudo‑memory‑mapped Ein‑Aus‑Verarbeitung, bei der intern wiederholte Gestalten denselben axiomatisierten Pfad wie externe Sinneseingaben durchlaufen. Dadurch werden Wahrnehmung, Vorstellung, Vorhersage, Planung und Handlung in einem einheitlichen energetischen Prozess vereint.

Aus den Axiomen lassen sich zwölf logische Folgerungen ableiten, die zeigen, dass Kategorienbildung, hierarchische Organisation, unüberwachtes Lernen und hochrangige kognitive Aktivitäten alle als natürliche Konsequenzen dieses Modells verstanden werden können. SANC(E3) bietet damit einen einheitlichen Rahmen, um die Entstehung und Stabilisierung von Repräsentations­einheiten in intelligenten Systemen zu erklären.

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