Regulierung-basierte CL-Methoden stoßen bei EEG‑Emotionserkennung an Grenzen

arXiv – cs.LG Original ≈2 Min. Lesezeit
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In einer neuen Untersuchung auf arXiv wird deutlich, dass die gängigen regulierung‑basierten Ansätze des kontinuierlichen Lernens – darunter Elastic Weight Consolidation (EWC), Synaptic Intelligence (SI) und Memory Aware Synapses (MAS) – bei der Klassifizierung von Emotionen aus EEG‑Signalen nicht die erwarteten Fortschritte bringen. Die Autoren analysieren die Leistung dieser Methoden auf den populären DREAMER‑ und SEED‑Datensätzen und kommen zu dem Ergebnis, dass die Modelle vor allem bei der Anpassung an neue Probanden versagen.

Der Kern des Problems liegt in einer fundamentalen Fehlanpassung des Stabilitäts‑zu‑Plastizitäts‑Trade‑offs. Während regulierende Verfahren darauf ausgelegt sind, das Vergessen bereits Gelernter zu verhindern (rückwärtsgerichtete Transferfähigkeit), vernachlässigen sie die Notwendigkeit, sich an neue, bislang unbekannte Probanden anzupassen (vorwärtsgerichtete Transferfähigkeit). Diese Diskrepanz führt dazu, dass wichtige Parameter, die für frühere Aufgaben als stabil gelten, die Optimierung für neue Aufgaben behindern.

Die Studie identifiziert vier kritische Schwachstellen: Erstens werden die Heuristiken zur Bestimmung der Parameterwichtigkeit bei verrauschten Daten und bei Covariate‑Shift deutlich unzuverlässig. Zweitens kollidieren die Gradienten, die für neue Probanden benötigt werden, mit denen, die die als wichtig ermittelten Parameter schützen sollen, wodurch die Optimierung von ihrem Minimum abweicht. Drittens führen die kumulierten Wichtigkeitswerte über mehrere Aufgaben hinweg zu einer übermäßigen Einschränkung des Modells. Viertens ist die Leistung stark von der Reihenfolge der Probanden abhängig. Interessanterweise zeigte sich, dass der vorwärtsgerichtete Transfer keine statistisch signifikante Verbesserung gegenüber einer einfachen sequentiellen Feinabstimmung erzielt.

Diese Erkenntnisse legen nahe, dass regulierung‑basierte kontinuierliche Lernmethoden für EEG‑basierte Emotionserkennung nicht ausreichend sind und neue Ansätze erforderlich sind, die sowohl das Vergessen minimieren als auch die Anpassungsfähigkeit an neue Probanden stärken.

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