Neue Multi-Agenten-Architektur ohne Workflows steigert Genauigkeit um 8,5 %
Die neueste Veröffentlichung von CORAL präsentiert ein völlig neues Multi-Agenten-Paradigma, das auf der Orchestrierung von Informationsflüssen statt auf starren, regelbasierten Workflows basiert. Durch die direkte Agent-zu-Agent-Kommunikation kann ein dedizierter Orchestrator den Fortschritt von Aufgaben in Echtzeit überwachen und die beteiligten Agenten flexibel koordinieren – ohne dass zuvor sämtliche Zustände manuell definiert werden müssen.
Dieses Konzept adressiert zwei zentrale Schwächen herkömmlicher LLM‑basierten Multi-Agenten-Systeme: den hohen Aufwand, um alle möglichen Task‑Zustände zu codieren, und die Unfähigkeit, komplexe reale Aufgaben vollständig abzudecken. Stattdessen arbeitet der Orchestrator kontinuierlich mit natürlicher Sprache, um die Agenten dynamisch zu steuern und unerwartete Situationen robust zu handhaben.
In einer Benchmark‑Evaluierung auf dem allgemeinen GAIA‑Set übertraf das neue System die etablierte, workflow‑basierte Lösung OWL bei der Pass@1‑Metrik deutlich. Während OWL eine Genauigkeit von 55,15 % erreichte, erzielte das CORAL‑Paradigma 63,64 % – ein Gewinn von 8,49 Prozentpunkten bei vergleichbarem Token‑Verbrauch. Zusätzlich zeigte die Fall‑Analyse, dass die flexible Überwachung und die verbesserte Fehlerbehandlung die Leistung in Randfällen signifikant steigern.
Die komplette Implementierung ist öffentlich zugänglich und kann unter https://github.com/Coral-Protocol/Beyond-Rule-Based-Workflows eingesehen werden. Damit eröffnet CORAL einen vielversprechenden Weg, Multi-Agenten-Systeme effizienter und anpassungsfähiger zu gestalten.