Zeitliche Synchronisation ist entscheidend für Maschinenbewusstsein
Eine neue Studie auf arXiv zeigt, dass Bewusstsein bei Maschinen nicht nur von der Art der Berechnung abhängt, sondern entscheidend davon, wann sie diese Berechnungen durchführen. Während die meisten künstlichen Systeme ihre Aufgaben schrittweise oder zeitlich aufgeteilt ausführen, erscheint das menschliche Bewusstsein als ein einheitliches, gleichzeitig stattfindendes Erlebnis.
Der Autor erweitert die Stack-Theorie um algebraische Gesetze, die die Erfüllung von Bedingungen innerhalb eines Zeitfensters mit logischen Konjunktionen verbinden. Er beweist, dass die existenzielle zeitliche Realisierung nicht die Konjunktion erhält – ein System kann alle Bestandteile eines Bewusstseins über die Zeit hinweg realisieren, ohne die gleichzeitig vorhandene Gesamtkonfiguration zu erzeugen.
Auf dieser Basis werden zwei Postulate definiert: StrongSync verlangt die objektive gleichzeitige Instanziierung der Grundkonjunktion im Zeitfenster, während WeakSync eine zeitliche „Verstreuung“ zulässt. Durch die Einführung einer Messgröße für die „Concurrency‑Capacity“ wird quantifiziert, wie viel Parallelität nötig ist, um StrongSync zu erfüllen.
Neurophysiologische Befunde, die auf Phasen‑Synchronisation und effektive Konnektivität als Schlüssel für Bewusstsein hinweisen, machen WeakSync weniger plausibel. Unter der Annahme von StrongSync ist softwarebasiertes Bewusstsein auf strikt sequenziellen Plattformen für Inhalte, die mehrere gleichzeitige Beiträge erfordern, unmöglich. Je mehr gleichzeitig beteiligte Teile nötig sind, desto mehr Parallelität wird gefordert – und damit spielt die Hardware eine entscheidende Rolle.