Faramesh: Protokollunabhängige Kontrollschicht für autonome Agenten

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Autonome Agentensysteme werden immer häufiger eingesetzt, um reale Aktionen auszuführen – von der Bereitstellung von Infrastruktur über Datenbankänderungen bis hin zu Geldtransfers und Workflow-Implementierungen. Trotz dieser wachsenden Einsatzbereiche fehlt den meisten Agenten-Stacks ein zwingender Prüfpunkt, an dem Organisationen Aktionen vor ihrer Ausführung eindeutig erlauben, verweigern oder verzögern können.

Die neue Plattform Faramesh löst dieses Problem, indem sie eine protokollunabhängige Kontrollschicht bereitstellt, die die Ausführung von Agentenaktionen in Echtzeit autorisiert. Durch die Einführung einer nicht umgehbaren Action Authorization Boundary (AAB) wird jede Aktion in eine Canonical Action Representation (CAR) überführt, die anschließend deterministisch gegen Richtlinien und den aktuellen Systemzustand geprüft wird. Das Ergebnis – PERMIT, DEFER oder DENY – muss von jedem Ausführungsprozess validiert werden, bevor die Aktion tatsächlich in die reale Welt gelangt.

Faramesh ist bewusst framework- und modellunabhängig gestaltet, unterstützt Multi-Agent- und Multi-Tenant-Umgebungen und bleibt transportprotokollfrei. Zusätzlich bietet die Plattform ein append-only Protokoll, das Entscheidungen anhand von kanonischen Aktionshashes dokumentiert. Dieses Protokoll ermöglicht Audits, Verifizierungen und deterministische Wiederholungen ohne erneutes Durchlaufen der Agentenlogik.

Durch diese Kombination aus verbindlicher Autorisierung, unabhängiger Protokollierung und klarer Governance schafft Faramesh eine robuste Grundlage für autonome Systeme, die vorhersehbare und nachvollziehbare Entscheidungen treffen, ohne sich in bestehende Orchestrierungs- oder Beobachtungsarchitekturen einzuklinken.

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