„Good Engineering Management“: Ein kurzlebiger Management‑Trend

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Will Larson, Autor des Blogs Irrational Exuberance, warnt in seinem neuesten Beitrag, dass der Trend zu „Good Engineering Management“ nur ein kurzlebiger Hype sei. Er argumentiert, dass viele Unternehmen zu stark auf Management‑Zertifikate und formale Führungsprogramme setzen, ohne dabei die eigentliche technische Qualität und die Eigenverantwortung der Teams zu berücksichtigen.

Larson betont, dass die Karriereentwicklung von Technikern nicht ausschließlich durch Management‑Rollen definiert werden sollte. Stattdessen plädiert er dafür, dass Fachwissen, Problemlösungsfähigkeit und die Fähigkeit, komplexe Projekte eigenständig zu steuern, langfristig wertvoller sind. Er sieht die aktuelle Fokussierung auf Management‑Zertifikate als Ablenkung von den Kernkompetenzen, die in der Softwareentwicklung wirklich zählen.

Ein weiteres Thema des Artikels ist die Rolle von Leistungsbeurteilungen. Larson kritisiert, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter anhand von Standard‑Performance‑Reviews bewerten, die oft mehr auf Prozess als auf tatsächliche Ergebnisse abzielen. Er schlägt vor, stattdessen messbare, ergebnisorientierte Kennzahlen einzuführen, die den wirklichen Beitrag eines Entwicklers zum Unternehmen widerspiegeln.

Zusammenfassend fordert Larson, dass Unternehmen die Faszination für „Good Engineering Management“ hinterfragen und stattdessen eine Kultur fördern, in der technisches Können und eigenverantwortliches Arbeiten im Vordergrund stehen. Nur so können sie langfristig innovative Teams aufbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

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