Google startet Personal Intelligence: KI merkt sich mehr – Datenschutz im Fokus

MIT Technology Review – Artificial Intelligence Original ≈2 Min. Lesezeit
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Google hat im vergangenen Monat die neue Funktion Personal Intelligence vorgestellt, die es dem Gemini‑Chatbot ermöglicht, sich an Nutzerpräferenzen zu erinnern und diese in Echtzeit zu nutzen. Durch die Integration von Gmail‑Nachrichten, Fotos, Suchanfragen und YouTube‑Verlauf soll Gemini „persönlicher, proaktiver“ werden und den Dialog mit den Nutzern deutlich verbessern.

Die Idee hinter Personal Intelligence ist, dass KI‑Agenten nicht mehr nur auf generische Anfragen reagieren, sondern auf individuelle Bedürfnisse eingehen können. So könnte der Chatbot beispielsweise bei der Planung einer Reise bereits frühzeitig passende Unterkünfte vorschlagen oder bei der Suche nach Rezepten auf bereits gekaufte Zutaten zurückgreifen.

Für Anwender bedeutet das ein deutlich flüssigeres und intuitiveres Erlebnis. Die Technologie verspricht, alltägliche Aufgaben zu erleichtern und die Interaktion mit digitalen Assistenten natürlicher zu gestalten. Gleichzeitig wird betont, dass die Daten ausschließlich lokal auf dem Gerät verarbeitet werden, um die Privatsphäre zu schützen.

Datenschutzexperten warnen jedoch vor den Risiken einer solch tiefgreifenden Datennutzung. Die Sammlung persönlicher Informationen aus mehreren Quellen kann potenziell zu einer umfassenden Profilbildung führen, die ohne klare Nutzerkontrolle missbraucht werden könnte. Kritiker fordern daher transparente Einwilligungsprozesse und die Möglichkeit, einzelne Datenquellen auszuschließen.

Google betont, dass Nutzer jederzeit die Kontrolle über ihre Daten behalten und die Nutzung von Personal Intelligence deaktivieren können. Die Technologie steht noch in der Testphase, doch die Ankündigung hat die Debatte um KI‑Personalisierung und Datenschutz erneut in den Fokus gerückt.

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