White-Op: Menschlich inspiriertes, interpretierbares Op-Amp-Design
Die neueste Veröffentlichung auf arXiv (2601.21321v1) stellt White-Op vor – ein innovatives Framework, das die Gestaltung von Operationsverstärkern (Op‑Ams) mithilfe von Large‑Language‑Modellen (LLM) nach menschlicher Denkweise nachbildet.
White-Op nutzt einen strukturierten Ansatz, bei dem das Modell zunächst hypothetische Einschränkungen definiert, anschließend Hypothesen prüft und auf Basis der Ergebnisse Entscheidungen trifft. Dieser iterative „Hypothese‑Verifikation‑Entscheidung“-Workflow ermöglicht es, die Positionen von symbolisch handhabbaren Polen und Nullstellen gezielt zu steuern und daraus ein geschlossenes mathematisches Optimierungsproblem abzuleiten.
Das erstellte Optimierungsproblem wird programmatisch gelöst und die Resultate werden durch Simulationen validiert. Durch die Analyse von Theorie‑Simulation‑Ergebnissen werden gezielte Verbesserungen vorgenommen, sodass das Design kontinuierlich verfeinert wird.
In Experimenten mit neun unterschiedlichen Op‑Amp‑Topologien zeigte White-Op eine bemerkenswerte Leistung: Im Gegensatz zum uninterpretierbaren Black‑Box‑Ansatz, der bei fünf Topologien scheiterte, erzielte White-Op zuverlässige, interpretierbare Designs mit lediglich 8,52 % theoretischem Vorhersagefehler. Die Funktionalität blieb nach der Transistor‑Ebene‑Mapping für alle Topologien erhalten.
Das Projekt ist vollständig Open‑Source und steht unter https://github.com/zhchenfdu/whiteop zur Verfügung.