Neuralnetz erkennt Radarschwärme trotz Störungen
Die präzise Erkennung von Radarzielen bleibt trotz moderner Technik ein komplexes Problem, wenn Störgeräusche, Wellenformverzerrungen und die Nähe mehrerer Ziele ins Spiel kommen. Besonders dann, wenn mehrere Ziele so nah beieinander liegen, dass sie als ein einziges Ziel erscheinen oder sich gegenseitig die Erkennungsschwellen verschieben, wird die Aufgabe noch schwieriger.
In der vorliegenden Studie wird ein neuartiges Verfahren vorgestellt, das auf teilweise komplexwertigen neuronalen Netzwerken basiert. Diese Netzwerke sind speziell dafür ausgelegt, Radarrange‑Profile zu verarbeiten und die Erkennung von Zielgruppen in verrauschten und verzerrten Echosignalen zu optimieren.
Durch die Simulation von Datensätzen wurden die Ergebnisse des Netzwerks mit der klassischen Pulskompression verglichen. Während die Pulskompression einzelne Pulslängen nacheinander verarbeitet, nutzt das neuronale Netzwerk die gesamte empfangene Signaldatenmenge auf einmal, um ein vollständiges Erkennungsprofil zu erzeugen. Die Experimente zeigen, dass das Netzwerk besonders bei dichter Zielnähe und hoher Störbelastung eine deutlich bessere Leistung erzielt.