Epistemologie verleiht der Mensch‑AI‑Komplementarität Zukunft

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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In einer neuen Studie wird die Idee der Mensch‑AI‑Komplementarität – die Annahme, dass ein Mensch, unterstützt von einer KI, Entscheidungen besser treffen kann als jeder allein – mit einem soliden theoretischen Fundament versehen. Durch die Einbindung epistemologischer Konzepte soll die bislang unklare Basis dieser Idee gestärkt werden.

Bislang mangelt es der Komplementarität an präziser Definition, sie wird lediglich als nachträgliche Messgröße für die relative Vorhersagegenauigkeit betrachtet und ignoriert wichtige Aspekte wie Kosten, Nutzen und ethische Anforderungen. Diese Schwächen erschweren die praktische Umsetzung und die empirische Validierung.

Die Autoren greifen auf die epistemologische Theorie des computational reliabilism an. Sie argumentieren, dass frühere Fälle von Komplementarität als Beweis dafür dienen, dass ein bestimmtes Mensch‑KI‑Team ein zuverlässiger epistemischer Prozess ist. In Kombination mit weiteren Zuverlässigkeitsindikatoren, die die Übereinstimmung mit epistemischen Standards und sozialtechnischen Praktiken prüfen, kann die Komplementarität zur Gesamtzuverlässigkeit von Vorhersagen beitragen.

Damit wird die Rolle der Komplementarität nicht mehr nur als statistisches Phänomen verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Entscheidungsfindung, der Patienten, Manager, Regulatoren und andere Betroffene in ihrer praktischen Urteilsbildung unterstützt. Die Arbeit eröffnet neue Perspektiven für die Gestaltung und Bewertung von Mensch‑KI‑Interaktionen und legt einen klaren Weg für zukünftige Forschung und Anwendung vor.

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