Neue Theorie: Subargumente in abstrakter Argumentation integriert

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
Anzeige

In der klassischen Argumentationsforschung definiert Dungs abstraktes Argumentationsmodell die Akzeptanz von Argumenten ausschließlich über Angriffsbeziehungen. Diese starke Abstraktion hat zu vielen bedeutenden Resultaten geführt, lässt jedoch die Darstellung von strukturellen Abhängigkeiten, wie sie in vielen strukturierten Argumentationssystemen vorkommen, außer Acht. Insbesondere die Rolle von Subargumenten – also Argumenten, die als Bestandteile anderer Argumente fungieren – bleibt unberücksichtigt.

Der neue Ansatz erweitert das traditionelle Modell um eine explizite Subargument-Beziehung, die neben dem Angriff als Grundrelation behandelt wird. Im Gegensatz zu bisherigen Erweiterungen, etwa bipolaren Argumentationsrahmen, die lediglich Unterstützungsbeziehungen einführen, fängt diese Erweiterung die asymmetrische und konstitutive Natur von Subargumenten ein und untersucht deren Wechselwirkung mit Angriffen.

Durch die Analyse dieser Interaktionen werden die Auswirkungen auf grundlegende semantische Eigenschaften der Argumentationssysteme beleuchtet. Das Ergebnis ist ein Prinzip, das strukturelle Informationen abstrahiert, aber dennoch die zentrale Bedeutung von Subargumenten für die Bewertung von Argumenten klar herausstellt. Damit eröffnet die Arbeit neue Perspektiven für die theoretische Fundierung und praktische Anwendung abstrakter Argumentationsmodelle.

Ähnliche Artikel