Neue Theorie erklärt Loyalität als Schlüssel gegen Free‑Riding in Teams

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Ein neuer Beitrag auf arXiv erweitert die theoretischen Grundlagen für strategische Coopetition um team‑level‑Dynamiken. Dabei wird die bekannte Problematik des Free‑Riding – bei der einzelne Mitglieder gleichermaßen von den Leistungen aller profitieren, aber die Kosten selbst tragen – systematisch adressiert.

Der Ansatz baut auf früheren Arbeiten zur Interdependenz, Komplementarität und Vertrauensdynamik auf und führt ein neues Konzept der „Loyalitäts‑moderierten Nutzenfunktion“ ein. Diese nutzt zwei Mechanismen: einen Loyalitätsvorteil, der sowohl das Wohlergehen innerhalb des Teams als auch die intrinsische Zufriedenheit mit dem eigenen Beitrag berücksichtigt, sowie eine Kosten‑Toleranz, die das Aufwandspensum für loyale Mitglieder reduziert.

Durch die Einbindung der strukturellen Abhängigkeiten aus dem i*‑Modell wird die Team‑Kohäsion gewichteter gestaltet, sodass die Anreize einzelner Mitglieder stärker mit der Positionierung im Team verknüpft werden. Der Rahmen ist sowohl für menschliche Teams – wobei Loyalität als psychologische Identifikation verstanden wird – als auch für Multi‑Agent‑Systeme – mit Anpassungskoeffizienten und modifizierten Kostenfunktionen – anwendbar.

In einer umfangreichen Validierung mit 3.125 Konfigurationen zeigte sich ein starkes Loyalitätseffekt: die mediane Differenzierung des Aufwands stieg um 15,04‑fach. Alle sechs definierten Verhaltensziele erreichten die gesetzten Schwellenwerte: Free‑Riding‑Basis (96,5 %), Loyalitäts‑Monotonie (100 %), Aufwandsdifferenzierung (100 %), Teamgröße‑Effekt (100 %), Mechanismus‑Synergie (99,5 %) und weitere.

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