Neue Theorie erklärt Synergie in Multi-Agent-Systemen unter Budgetgrenze
Forscher haben eine kompakte, kalibrierbare Theorie entwickelt, die genau vorhersagt, wann Multi-Agent-Systeme unter einem festen Rechenbudget ihre Leistung steigern, abklingen oder sogar zusammenbrechen. Die Analyse stützt sich auf drei zentrale Beschränkungen moderner Agenten-Stacks: begrenzte Kontextfenster, verlustbehaftete Inter-Agent-Kommunikation und gemeinsame Fehler bei ähnlichen Agenten.
Jeder Blattagent wird durch einen Rechen‑Leistungs‑Skalierungsexponenten β charakterisiert, die Kommunikation durch eine Nachrichtenlängen‑Fidelitätskurve γ(m) und die Abhängigkeit durch eine effektive gemeinsame Fehler‑Korrelation ρ. Das Kontextfenster W begrenzt die maximale Fan‑In‑Anzahl, was hierarchische Strukturen unvermeidlich macht.
Für binäre Erfolg/Fehler-Aufgaben mit Mehrheitsaggregation zeigen die Autoren einen scharfen Phasenwechsel bei tiefen b‑äugigen Bäumen mit korrelierten Eingaben und verlustbehafteter Kommunikation. Ein einzelner Skalar αρ, der γ(m), ρ und b kombiniert, entscheidet, ob ein schwaches Signal zu einem nicht‑trivialen Fixpunkt verstärkt oder zu Zufall verwässert wird. Im Verstärkungsregime wird ein Organisationsexponent s abgeleitet, und die Theorie zeigt, dass budgetierte Synergie – also die Überlegenheit eines Multi‑Agent-Systems gegenüber dem besten Einzelagenten bei gleichem Gesamtbudget – genau dann eintritt, wenn s > β. Daraus folgen geschlossene Rechenzuweisungsregeln und explizite Budgetschwellen.
Zusätzlich charakterisieren die Autoren die Sättigung über eine MischTiefe und stellen einen konservativen, abgeschnittenen Prädiktor vor, der über Wachstum und Sättigung hinweg zuverlässig bleibt. Ein kontinuierliches Leistungs‑Warm‑Up liefert geschlossene Risikoformeln für Stern‑, Ketten‑ und Baum‑Organisationen und verdeutlicht die Rolle von Korrelationen und Kommunikationsverlusten in der Praxis.