Neue Governance-Strategie: Mensch bleibt im Fokus trotz KI-Entscheidungen

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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In einer Zeit, in der KI-Systeme Entscheidungen in Echtzeit treffen, stellt sich die Frage, ob Menschen noch wirklich Teil der Entscheidungsprozesse sind. Ein neues Papier auf arXiv (2601.21226v1) zeigt, dass traditionelle Governance-Modelle, die auf vordefinierten Regeln und späterer Rechenschaftspflicht beruhen, nicht mehr ausreichen. Stattdessen wird ein dynamisches Konzept namens Governance Twin vorgestellt, das darauf abzielt, die Menschlichkeit in die laufende Steuerung von KI einzubinden.

Der Autor argumentiert, dass die zentrale Herausforderung nicht die Sicherheit oder Effizienz von KI ist, sondern die Erhaltung einer sinnvollen Kommunikation und Einflussnahme durch Menschen. Wenn Entscheidungsfindung auf Maschinenlaufzeit verschoben wird, wird sie zunehmend undurchsichtig. In solchen Situationen kann die klassische Compliance-basierte Kontrolle versagen, weil sie nicht mehr in der Lage ist, mit der Geschwindigkeit und Komplexität der KI-Entscheidungen Schritt zu halten.

Das Governance Twin-Modell schlägt vor, dass Menschen und KI-Systeme in einer Art „Zwillingsstruktur“ zusammenarbeiten, um eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung zu ermöglichen. Dabei werden neue Konzepte von Verantwortung, Agency und sogar Bestrafung neu gedacht, um sicherzustellen, dass Menschen weiterhin relevante Mitgestalter sozialer, ökonomischer und politischer Prozesse bleiben.

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