KI-Agenten in Kliniken: Architektur, MLOps & Governance im Praxisbeispiel

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Die Integration von Künstlicher Intelligenz in die klinische Praxis stellt ein echtes Software‑Engineering‑Problem dar. Statt einzelner, isolierter Modelle werden robuste, nachvollziehbare und zuverlässige Systeme benötigt, die den hohen Sicherheitsanforderungen von Gesundheitseinrichtungen gerecht werden.

Viele Industrieanwendungen leiden unter brüchigen, prototypbasierten Architekturen, die keine systematische Kontrolle ermöglichen. Das führt zu einem „Verantwortungslücken“-Effekt, bei dem Sicherheit und Haftung gefährdet sind.

In diesem Kontext präsentiert der Artikel die „Maria“-Plattform – ein produktionsreifes KI‑System für die Primärversorgung, das diese Lücken schließt. Die zentrale These lautet: Vertrauenswürdige klinische KI entsteht durch die ganzheitliche Integration vier fundamentaler Engineering‑Pfeiler.

Die Architektur kombiniert Clean Architecture für Wartbarkeit mit einer ereignisgesteuerten Struktur, die Resilienz und Nachvollziehbarkeit sicherstellt. Der Agent bildet die primäre Modulareinheit und besitzt einen eigenen, autonomen MLOps‑Lebenszyklus.

Ein Human‑in‑the‑Loop‑Governance‑Modell wird nicht nur als Sicherheitscheck eingebunden, sondern als kritische, ereignisbasierte Datenquelle für kontinuierliche Verbesserungen genutzt.

Die Plattform dient als Referenzarchitektur und liefert praxisnahe Erkenntnisse für Ingenieure, die skalierbare, wartbare und verantwortungsbewusste KI‑Systeme in hochriskanten Bereichen entwickeln wollen.

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