Neues Multi-Agent-System revolutioniert Vorhersage biologischer Störungen

arXiv – cs.AI Original ≈1 Min. Lesezeit
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Ein brandneues Multi-Agent-System namens PBio-Agent verspricht, die Vorhersage von Genregulationen bei komplexen chemischen Störungen zu revolutionieren. Durch die Kombination von KI-Methoden mit biologischem Fachwissen können bislang schwer zu modellierende Zusammenhänge nun präziser erfasst werden.

Zur Evaluierung wurde LINCSQA als neues Benchmark entwickelt. LINCSQA testet die Fähigkeit, Zielgenregulationen in bulk‑cell‑Umgebungen zu prognostizieren – ein Bereich, der für die Wirkstoffentwicklung von zentraler Bedeutung ist, aber bisher wenig Beachtung fand.

PBio-Agent nutzt ein mehrstufiges Vorgehen: Zunächst werden Aufgaben nach Schwierigkeitsgrad sortiert, sodass bereits gut vorhersehbare Gene als Referenz dienen. Anschließend werden spezialisierte Agenten, die mit biologischen Wissensgraphen angereichert sind, eingesetzt, um das Modell iterativ zu verfeinern. Ein Syntheseagent fasst die Ergebnisse zusammen, während unabhängige Prüferagenten die logische Konsistenz sicherstellen.

Die Ergebnisse zeigen, dass PBio-Agent bestehende Baselines sowohl bei LINCSQA als auch bei PerturbQA deutlich übertrifft. Besonders bemerkenswert ist, dass selbst kleinere Modelle ohne zusätzliche Trainingsschritte komplexe biologische Prozesse vorhersagen und erklären können.

Diese Fortschritte eröffnen neue Perspektiven für die Wirkstoffforschung, da chemische Störungen in bulk‑Cell-Experimenten nun zuverlässiger modelliert werden können. PBio-Agent stellt damit einen wichtigen Schritt in Richtung datengetriebener, erklärbarer Biologie dar.

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