Kriminelle nutzen KI, um Malware zu schreiben – ein alarmierender Trend

The Register – Headlines Original ≈1 Min. Lesezeit
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In den letzten Monaten hat sich ein beunruhigender Trend in der Cyberwelt etabliert: Kriminelle setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz, um Schadsoftware zu entwickeln. Dabei nutzen sie automatisierte Coding‑Tools, die nicht nur effizient, sondern auch extrem schnell sind.

Ein besonders alarmierender Aspekt ist die „Halluzination“ dieser Systeme. Während sie versuchen, Ransomware zu schreiben, erzeugen die KI‑Modelle oft unlogische oder fehlerhafte Code‑Abschnitte. Diese Fehler können zwar die Angriffe verlangsamen, aber sie zeigen zugleich, wie unvorhersehbar und gefährlich die Technologie sein kann.

Um die Breite dieses Phänomens zu verdeutlichen, wurden Interviews geführt – von angehenden Entwicklern bis hin zu sechsjährigen Kindern, die sich begeistert an der sogenannten „Vibe‑Coding“-Bewegung beteiligen. Die Gespräche verdeutlichen, dass die Nutzung von KI‑Tools nicht nur für Profis, sondern auch für Laien und sogar Kinder zugänglich ist.

Angesichts dieser Entwicklungen ist es kaum überraschend, dass Kriminelle die gleichen automatisierten Werkzeuge anziehen. Die Kombination aus niedrigen Einstiegshürden, hoher Produktivität und der Möglichkeit, komplexen Code ohne tiefgreifendes Fachwissen zu generieren, macht KI zu einem verlockenden Instrument für böswillige Akteure.

Cybersecurity‑Experten warnen daher eindringlich vor einer verstärkten Überwachung und Regulierung solcher Technologien. Nur durch gezielte Maßnahmen kann verhindert werden, dass KI‑gestützte Malware zu einem noch größeren Risiko für Unternehmen und Privatpersonen wird.

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